Wie schädlich ist die E-Zigarette wirklich? Teil 1/7

1. Nikotin ist ein hochpotentes Nerven- und Suchtgift, das Herz und Blutgefäße schädigt.

In üblicher Dosierung (Dampfen, Rauchen) imitiert Nikotin einen Teil der Wirkungen einer körpereigenen Substanz (Acetylcholin) und aktiviert dadurch Nervenzellen im Gehirn und im vegetativen Nervensystem. Die Wirkung als Nervengift, also die Blockade der Funktion von Nervenzellen, tritt erst bei massiver Überdosierung auf, die bei Inhalation nicht erreicht wird. Hochpotente Nervengifte sind nicht rezeptfrei in Apotheken erhältlich.
Die Abhängigkeit von Rauchern beruht auf einer Kombinationswirkung von Nikotin mit anderen Inhaltsstoffen des Tabakrauchs zusammen mit konditioniertem Verhalten, dem “Rauchritual”. In Abwesenheit von Tabakrauch ist das Abhängigkeitspotential von Nikotin sehr gering, sodass die meisten Dampfer wesentlich geringeren Suchtdruck verspüren als Raucher. Außerdem sterben Raucher nicht an ihrer Abhängigkeit sondern an den schädlichen Wirkungen der Inhaltsstoffe des Tabakrauchs.
Im Herz-Kreislaufsystem führt Nikotin, ähnlich wie Koffein, zu einer leichten Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz. Diese Effekte sind klinisch unbedenklich, das Risiko für schwere Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Mortalität wird durch Nikotin nicht erhöht. Dennoch sollten Personen mit schweren Herzkreislauf-Erkrankungen auf den Konsum von Nikotin verzichten.

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